23.08.2024 |

Ein Sprüh-Projekt mitten in Wien: Ein Baustellenzaun wird zur legalen Graffiti-Kunstwand 

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Ein Baustellenzaun von Wien Kanal am Gaudenzdofer Gürtel verwandelt sich in ein farbenfrohes Kunstwerk – und das völlig legal. Die temporäre „Wienerwand“ bietet Graffiti-Künstler*innen die Möglichkeit ihre Kreativität frei zu entfalten, ohne rechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen. Diese Initiative zur Entkriminalisierung von Graffiti zeigt, wie positiv sich legale Kunstflächen auf den öffentlichen Raum auswirken können.

 

Das Jugendkulturprojekt „Wienerwand“ der Stadt Wien bietet jungen Künstler*innen eine Plattform, ihre Werke legal und öffentlich zugänglich zu präsentieren. Der neue „Wienerwand“-Standort am Gaudenzdorfer Gürtel diente in den Sommerferien als Highlight für zahlreiche Graffiti-Workshops, die von Wienxtra im Rahmen des Ferienspiels und dem Jugendprogramm Frish angeboten wurden. Am letzten Ferientag griffen auch die Landtagsabgeordneten Dolores Bakos und Nina Abrahamczik zur Sprühdose und gestalteten gemeinsam mit den Jugendlichen ein eigenes Kunstwerk. Dabei lernten sie und die jungen Teilnehmenden nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen, sondern erlebten auch hautnah die Freude und den künstlerischen Ausdruck, den Graffiti bietet. 

Nina Abrahamczik betonte die Bedeutung solcher Projekte: „Die temporäre Wienerwand am Gaudenzdorfer Gürtel ist ein perfekter Ort, um jungen Menschen Raum für ihre Ideen und Ausdruckskraft zu geben. Graffiti ist Kunst, Graffiti ist aber auch Kritik und Rebellion und setzt sich wie jede Kunst in manchmal unbequemer Weise mit gesellschaftlichen Themen auseinander. Graffiti ist bei vielen Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Die Bemalung erfolgt oft unerlaubt und ist kaum zu verhindern. Um Kinder und Jugendliche hier präventiv vor illegalen Handlungen zu bewahren, ist es sinnvoll Flächen in Wienerwände umzuwandeln.“

Dolores Bakos ergänzte: „Graffiti ist mehr als nur Farbe auf Wänden – es ist ein lebendiges Kommunikationsmittel, das den urbanen Raum bereichert und Künstler*innen eine Stimme gibt. In vielen Städten wird Graffiti als ein rein krimineller Akt gesehen, dem nur durch rigorose Verbote zu begegnen ist. Wir sind davon überzeugt, dass Toleranz und eine von allen Seiten getragene Diskussion der bessere Weg sind. Mit ihrer Graffiti-Kunst zeigen Jugendliche, dass Kunst in all ihren Formen einen wertvollen Beitrag zur urbanen Gemeinschaft leistet und wir müssen solche Initiativen weiter fördern.“

Der kostenlosen Graffiti-Workshop von Wienxtra fand insgesamt 10 Mal im Sommer statt, bei denen Jugendliche nicht nur ihre kreativen Fähigkeiten entwickeln, sondern auch die rechtlichen und technischen Grundlagen der Kunstform erlernten. Am 28.8. und 29.8. finden noch Workshops statt, die über die Wienxtra-Jugendinfo gebucht werden können. Die Workshops werden von Spraycity, dem größten Graffiti-Dokumentationsarchiv Österreichs, geleitet.

Über den Sommer hinaus steht die temporäre „Wienerwand“ weiterhin für Graffiti-Künstler*innen als legale Kunstfläche offen und wird auch künftig von Künstler*innen mit neuen Werken besprüht. Damit tragen die Künsterl*innen zur lebendigen und urbanen Atmosphäre der Stadt bei. Graffiti und Street Art sind heute fester Bestandteil des öffentlichen Raums und bieten der Bevölkerung die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitzuwirken.

Die „Wienerwand“-Initiative bietet viele Vorteile: Sie fördert Jugend, Kunst und Kultur, vermittelt ein Gefühl von Lebendigkeit und Urbanität und wird von der Bevölkerung positiv wahrgenommen. Schulen und Jugendorganisationen nutzen die „Wienerwände“ ebenfalls für kontrollierte künstlerische Projekte, was den Mehrwert dieser Initiative weiter unterstreicht.

 

PRESSEKONTAKT
WIENXTRA-Kommunikation
Kristina Grgić
Tel.: +43 1 909 4000 84381
E-Mail: kristina.grgic@wienxtra.at