Auftakt zur Dialogveranstaltungen des Kinder- und Jugendparlaments mit Vertreter*innen der Wiener Stadtpolitik erfolgt. Rund 330 junge Wienerinnen bringen ihre Ideen, Forderungen und Perspektiven in Gespräche mit Stadträt*innen und politischen Vertreter*innen ein. Gemeinsam werden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung der neuen Wiener Kinder- und Jugendstrategie erarbeitet.
Die Ergebnisse dieses Prozesses werden am 23. April 2026 beim Abschlussplenum im Wiener Rathaus präsentiert: 15 Maßnahmen übergeben die jungen Delegierten dann der Stadtregierung zur weiteren Beschlussfassung.
Austausch im Rathaus mit Vizebürgermeisterin und Bildungs- und Jugendstadträtin Bettina Emmerling
Gestern fand die erste Dialogveranstaltung im Wiener Rathaus mit Vizebürgermeisterin und Bildungs- und Jugendstadträtin Bettina Emmerling statt. Dabei traf sie eine Schulklasse und diskutierte mit den Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren ihre ausgearbeiteten Ideen und Vorschläge.
An diesem Termin nahm die 4. Klasse der Mittelschule am Bildungscampus Liselotte Hansen-Schmidt (22. Bezirk) teil. Die Schüler*innen arbeiten im Kinder- und Jugendparlament im Ausschuss „Bildung und Schule“ mit.
„Demokratie lebt davon, dass junge Menschen ihre Ideen einbringen und erleben, dass ihre Stimme gehört wird. Wenn wir politische Entscheidungen für Kinder und Jugendliche treffen, müssen wir ihnen zuhören, ihre Perspektiven ernst nehmen und ihre Erfahrungen einbeziehen. Beim Kinder- und Jugendparlament diskutieren Jugendliche ihre Vorschläge direkt mit der Stadtpolitik – so wie heute im Rathaus. Die Schülerinnen und Schüler haben sehr konkrete und durchdachte Ideen für Schule und Bildung eingebracht. Genau diese Perspektiven brauchen wir, um Wien gemeinsam weiterzuentwickeln und die Kinder- und Jugendstrategie mit Leben zu füllen. Denn mit der Kinder- und Jugendstrategie 2025–2030 hat sich Wien das Ziel gesetzt, die kinder- und jugendfreundlichste Stadt der Welt zu werden“, betont Vizebürgermeisterin und Bildungs- und Jugendstadträtin Bettina Emmerling
„Gute Bildung entsteht nicht über die Köpfe junger Menschen hinweg, sondern mit ihnen gemeinsam. Wenn Schüler*innen ihre Ideen so klar, klug und alltagsnah einbringen, dann zeigt das, wie viel politische Kraft in echter Beteiligung steckt. Für uns als Sozialdemokrat*innen ist klar: Wer Wien noch lebenswerter und gerechter gestalten will, muss Kindern und Jugendlichen zuhören, ihre Anliegen ernst nehmen und ihre Vorschläge in konkrete Verbesserungen für Schule und Alltag übersetzen“, so die SPÖ-Fraktionsvorsitzende und Bildungssprecherin Astrid Pany.
In mehreren Arbeitstreffen entwickelten die Jugendlichen – begleitet vom Team WIENXTRA-Junges Wien, professionellen Workshopleiter*innen und Expert*innen aus der Wiener Stadtverwaltung – drei konkrete Maßnahmenideen, die nun gemeinsam mit der Vizebürgermeisterin diskutiert wurden. Dabei ging es um die Forderung von mehr praktischen Alltagsskills im Unterricht, Cybersicherheit und mehr Mitbestimmung beim Mittagessen an Schulen.
Von der Strategie zu konkreten Maßnahmen
Bereits im vergangenen Jahr leistete das Kinder- und Jugendparlament einen wichtigen Beitrag zur Wiener Kinder- und Jugendstrategie 2025–2030, die im September vom Gemeinderat beschlossen wurde.
Seit November 2025 arbeiten die jungen Delegierten nun daran, die Ziele der Strategie mit konkreten Ideen zu füllen. In Ausschüssen beschäftigen sie sich mit den acht Themenfeldern der Strategie – von Bildung und Freizeit über Klima und Gleichstellung bis hin zu Beteiligung und Stadtentwicklung.
Gemeinsam mit dem Team von WIENXTRA-Junges Wien sowie Expert*innen der Wiener Stadtverwaltung entwickeln sie daraus konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, die direkt in die Arbeit der Stadt einfließen werden.
Abschluss im Rathaus
Noch bis April 2026 finden weitere Dialogtermine mit Vertreter*innen der Wiener Stadtpolitik statt.
Beim Abschlussplenum am 23.4.2026 im Wiener Rathaus übergeben die jungen Parlamentarier*innen die 15 Maßnahmen und Handlungsempfehlungen an die Wiener Stadtpolitik.
Weitere Informationen unter junges.wien.gv.at
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