Mehr als 200 junge Wiener*innen haben gestern beim Abschluss des Kinder- und Jugendparlaments im Rathaus ihre konkreten Maßnahmenideen für die Wiener Kinder- und Jugendstrategie an Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Bettina Emmerling und Gemeinderat Nikola Poljak übergeben. Damit erreicht die Beteiligung junger Menschen in Wien eine neue Qualität: Die entwickelten Vorschläge werden nun in den politischen Prozess eingebracht und dem Wiener Gemeinderat zur weiteren Behandlung vorgelegt.
Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Bettina Emmerling: „Kinder und Jugendliche wissen sehr genau, was sie in ihrer Stadt brauchen. Sie haben heute ihre Ergebnisse in die Hände der Stadtpolitik gelegt, und das ist mehr als ein symbolischer Akt: es ist ein Auftrag, den wir in der Stadt sehr ernst nehmen. Gute Politik für junge Menschen entsteht nicht über sie oder für sie, sondern gemeinsam mit ihnen.“
Erste Einblicke in die erarbeiteten Maßnahmen
Im Rahmen des Kinder- und Jugendparlaments entwickelten die jungen Delegierten 15 konkrete Maßnahmenvorschläge, die nun an die Stadtpolitik übergeben wurden. Sie spiegeln zentrale Anliegen junger Wiener*innen wider und reichen von Bildung über Stadtentwicklung bis zu sozialer Gerechtigkeit und Freizeitgestaltung.
Ein Auszug der Maßnahmenideen:
- Anonyme Bewertung von Schularbeiten und Matura – um Diskriminierung vorzubeugen und Fairness zu stärken
- Mehr konsumfreie Räume – kostenlos nutzbare, gut ausgestattete Orte für Freizeit, Begegnung und Hobbys
- Mehr Präventionsarbeit mit Burschen und jungen Männern zur Aufklärung über sexualisierte Gewalt
- Stärkere Einbindung junger Menschen bei der Gestaltung von Parks und Spielplätzen
- Unterrichtsbeginn ab 9 Uhr für Schüler*innen zur besseren Vereinbarkeit mit Biorhythmus und Lernen
- Ausbau des Lebensraums Fluss für mehr ökologische Vielfalt und bessere Freizeitqualität
Diese und weitere Vorschläge werden nun von der Stadt Wien geprüft und in den politischen Entscheidungsprozess eingebracht.
Benjamin Schmid, Leiter der Koordinationsstelle Junges Wien bei WIENXTRA: „Im Kinder- und Jugendparlament erleben junge Menschen ganz konkret, dass ihre Stimmen gehört werden. Sie diskutieren, entwickeln Ideen und übergeben ihre Vorschläge direkt an die Stadtpolitik. Heuer ist ein besonders wichtiger Schritt gelungen: Aus den Anliegen der Kinder und Jugendlichen sind konkrete Maßnahmenideen für die Kinder- und Jugendstrategie entstanden.“
Wie es weitergeht
Der vollständige Abschlussbericht mit allen Maßnahmen des Kinder- und Jugendparlaments und der weiteren Vorgehensweise innerhalb der Stadt wird im Juni 2026 nach der politischen Behandlung im Gemeinderat veröffentlicht. Im Herbst 2026 startet der nächste Durchgang des Kinder- und Jugendparlament, bei dem die nächste Runde an jungen Delegierten Ideen für ihre Stadt einbringen können.
Mitreden, mitgestalten: Junge Menschen in der Stadtpolitik
Das Wiener Kinder- und Jugendparlament ermöglicht Kindern und Jugendlichen, ihre Sichtweisen direkt in die Stadtpolitik einzubringen. In mehreren Ausschüssen arbeiteten die Teilnehmer*innen seit November 2025 zu 8 Themenfeldern, darunter Bildung, Freizeit, Klima, Gleichstellung, Beteiligung und Stadtentwicklung.
Begleitet wurden sie vom Team WIENXTRA-Junges Wien, Workshopleiter*innen sowie Expert*innen der Stadtverwaltung.
Gemeinsam für eine kinder- und jugendfreundliche Stadt
Mit der Wiener Kinder- und Jugendstrategie 2025–2030 verfolgt die Stadt das Ziel, die kinder- und jugendfreundlichste Stadt der Welt weiterzuentwickeln. Das Kinder- und Jugendparlament ist dabei ein zentrales Instrument, um junge Perspektiven strukturell in politische Entscheidungen einzubinden.
Weitere Informationen unter junges.wien.gv.at
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